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Kommentar zur Woche 44 |
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08.11.2011 |
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Deutlicher Nachfragerückgang in der Schweizer Hotellerie im September 2011 Gemäss den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) verzeichnete die Hotellerie in der Schweiz im September 2011 insgesamt 3.3 Millionen Logiernächte, was gegenüber September 2010 einer Abnahme von 3.9 Prozent (-135'000 Logiernächte) entspricht. Insgesamt 1.8 Millionen Logiernächte gingen auf das Konto der ausländischen Gäste. Dies entspricht einem Rückgang von 6.8 Prozent (-129'000 Logiernächte). Die inländischen Gäste generierten 1.6 Millionen Logiernächte, was eine Abnahme von 0.3 Prozent bedeutet (-5'100 Logiernächte). In der Sommersaison 2011 musste die Schweizer Tourismuswirtschaft einen markanten Nachfrageeinbruch hinnehmen. Die neuste Schätzung von BAKBASEL geht von einem Rückgang der Zahl der Hotelübernachtungen um rund 2.5 Prozent aus. Vor allem für die alpinen Ferienregionen war die Sommersaison schwierig (-4.8%). Sowohl der starke Franken, als auch die ungünstigen Wetterverhältnisse in den wichtigsten Sommermonaten machten sich dort besonders bemerkbar. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gestalten sich für die kommende Wintersaison schwierig: Die gegenwärtige Frankenstärke in Kombination mit einer deutlich langsameren Gangart der weltweiten Konjunktur belastet die Tourismusnachfrage. Entsprechend wird für die Wintersaison 2011/2012 ein kräftiger Dämpfer bei der Auslandsnachfrage erwartet (-4.2%). Vor allem aus den traditionellen westeuropäischen Märkten und aus den USA werden deutliche Rückgänge befürchtet. Die Binnennachfrage wird sich zwar nur leicht abschwächen (-0.4%), dennoch ist davon auszugehen, dass die Zahl der Hotelübernachtungen insgesamt um 2.6 Prozent zurückgehen wird. Da auch noch für den Sommer 2012 eine rückläufige Tourismusnachfrage erwartet wird (-1.4%), dürfte das Tourismusjahr 2012 der Schweizer Hotellerie insgesamt einen Logiernächterückgang von 1.9 Prozent bescheren. Im Tourismusjahr 2013 wird die Talsohle voraussichtlich durchschritten sein und die Schweizer Tourismuswirtschaft auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zurückkehren (+2.1%). Noch kräftiger dürfte der Logiernächtezuwachs im Tourismusjahr 2014 ausfallen (+3.4%). Die hohe Wachstumsdynamik dieser Jahre ist vor allem darauf zurückzuführen, dass nach vier eher mageren Jahren bei der Auslandsnachfrage Aufholprozesse einsetzen werden. Zusätzlich werden sich 2014 die gestiegenen Investitionen in der Schweizer Hotellerie bezahlt machen und dementsprechend einen angebotsseitigen Impuls liefern.
Leichter Anstieg der Schweizer Arbeitslosenquote Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO waren Ende Oktober 2011 115'178 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 3'834 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg damit von 2.8 Prozent im September 2011 auf 2.9 Prozent im Berichtsmonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 24'187 Personen (-17.4%). Für das gesamte laufende Jahr rechnet BAKBASEL mit einer Arbeitslosenquote in der Schweiz von 3.1 Prozent. Im kommenden Jahr dürfte sich diese im gleichen Rahmen bewegen (3.2%).
USA: Lage auf dem Arbeitsmarkt weiterhin bescheiden Gemäss einer Mitteilung des US-Amerikanischen Arbeitsministeriums haben im Oktober 2011 rund 100'000 US-Bürger eine neue Stelle gefunden. Trotzdem lag die Arbeitslosenquote bei über 9 Prozent. BAKBASEL erwartet für das gesamte laufende Jahr, dass die Erwerbstätigenzahl in den USA nur leicht um 0.5 Prozent ansteigt. In 2012 dürfte die Anzahl Erwerbstätiger um 1.6 Prozent wachsen.
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