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Kommentar zur Woche 43 |
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01.11.2011 |
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Aussichten für Schweizer Branchen… Nach der starken Erholung der Schweizer Wirtschaft 2010 ist im laufenden Jahr in nahezu allen Branchen eine Abschwächung der Wachstumsdynamik zu beobachten. Eine der wenigen Ausnahmen stellt das Baugewerbe dar, welches das hohe Wertschöpfungswachstum des Vorjahres noch steigern kann und zusammen mit der boomenden Uhrenindustrie auch 2011 die Rolle des Schweizer Wachstumsmotors übernimmt. Exportorientierte Branchen wie die Investitionsgüterindustrie oder der Chemie/Pharma-Bereich haben hingegen spürbar unter der ungünstigen Wechselkursentwicklung und der weltweiten Nachfrageschwäche zu leiden. Besonders grosse Probleme mit dem Höhenflug des Frankens hat das Gastgewerbe. Als einzige Dienstleistungsbranche muss es im laufenden Jahr einen Rückgang der Wertschöpfung hinnehmen. Für das Jahr 2012 sind die Aussichten aufgrund der anhaltenden Euro-Schuldenkrise sehr verhalten. Auf Jahresbasis dürfte sich das Wachstumstempo abermals deutlich reduzieren, wobei in einigen Branchen – wie dem Finanzsektor oder dem Gastgewerbe – empfindliche Wertschöpfungsrückgänge zu erwarten sind. Die Spitzenränge in Punkto Wachstumsdynamik dürften abermals die Uhrenindustrie und die Bauwirtschaft belegen.
… und Regionen gemäss BAKBASEL Regional können die ausgeprägten Wachstumsraten des Jahres 2010 nirgendwo mehr erreicht werden. Trotzdem fällt die Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts in allen Regionen ansprechend aus, so erzielt auch die Südschweiz mit der schwächsten Steigerung noch ein Plus von 1.5 Prozent. Im Jahr 2012 ist in allen Regionen mit einer klaren Wachstumsverlangsamung zu rechnen. So bekommt jede Region mehr oder weniger die Folgen der weltwirtschaftlichen Entwicklung und der Frankenstärke zu spüren. Allerdings kann weiterhin für alle Regionen von einer leicht positiven Entwicklung ausgegangen werden. Während die Zentralschweiz ihre Position als Wachstumsleader (+1.5%) behaupten wird, findet sich die Region Zürich/Aargau aufgrund der rück-läufigen Wertschöpfung im Finanzsektor am Ende der Rangliste wieder (+0.2%).
Stabile Umsätze im Schweizer Detailhandel Gemäss den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) sind die realen, saisonbereinigten Detailhandelsumsätze im September 2011 gegenüber August 2011 stabil geblieben (nominal -0.7%). Nicht saisonbereinigt gingen die realen Detailhandelsumsätze im September 2011 gegenüber September 2010 um 0.9 Prozent zurück (nominal -3%). BAKBASEL rechnet im laufenden Jahr mit einer Zunahme des Privatkonsums um 1.1 Prozent.
Wachstumsschub in der US-Wirtschaft Gemäss einer provisorischen Schätzung des US-Handelsministeriums hat die US-Wirtschaft im dritten Quartal ihr Wachstumstempo praktisch verdoppelt. Das Bruttoinlandsprodukt legte mit einer Jahresrate von 2.5 Prozent und damit so stark wie seit einem Jahr nicht mehr zu. Insbesondere der private Konsum, der zwischen Juni und September im Vergleich zum zweiten Quartal 2011 um 2.4 Prozent gestiegen ist, trug zu diesem Wachstum bei. Daneben nutzten die Unternehmen die rekordtiefen Zinsen, um die Investitionen hochzufahren. Diese lagen im dritten Quartal 16.3 Prozent höher als im Vorquartal. BAKBASEL erwartet für die USA 2011 ein Wachstum des realen BIP von 1.7 Prozent.
Steigende Konsumentenpreise in Deutschland Der deutsche Verbraucherpreisindex wird sich im Oktober 2011 voraussichtlich um 2.5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, bleibt der Verbraucherpreisindex gegenüber September 2011 voraussichtlich unverändert. Der Anstieg ist überwiegend auf steigende Preise bei Haushaltsenergie zurückzuführen. BAKBASEL erwartet für 2011 insgesamt ein Wachstum der Konsumentenpreise um 2.3 Prozent.
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