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Kommentar zur Woche 38 |
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27.09.2011 |
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Schweiz: Spitzenposition bezüglich Nachhaltigkeit der Finanzpolitik Erstmals untersuchte eine Studie von BAKBASEL quantitativ die Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen der Schweiz und der Kantone in einem internationalen Vergleich. Der Schweiz wie auch fast allen der untersuchten Kantone werden nachhaltige öffentliche Finanzen attestiert und die Schweiz nimmt bezüglich Nachhaltigkeit der Finanzpolitik international eine Spitzenstellung ein. Die Erklärung für dieses positive Resultat findet sich in geringen laufenden Defiziten bzw. sogar Überschüssen der öffentlichen Haushalte und einer limitierten Steigerung der Ausgaben. Demgegenüber weisen viele europäische Länder einen hohen Verschuldungsgrad und auch laufende Defizite auf. Zusammen mit den haushaltspolitischen Herausforderungen, die sich aus den unabwendbaren Folgen des demografischen Wandels ergeben, werden für viele Länder weitreichende Konsolidierungsanstrengungen unvermeidbar sein.
Schweiz: Aussenhandel deutlich im Minus Sowohl die Schweizer Exporte als auch die Importe rutschten im August deutlich ins Minus. Bei den Exporten setzte sich der Abwärtstrend der Vormonate fort und die Ausfuhren sanken im Vergleich zum Vorjahr um 4.1 Prozent. Die Importe verminderten sich um 6.4 Prozent. Im saisonbereinigten Vormonatsvergleich war die Importentwicklung im vierten aufeinander folgenden Monat negativ. Daraus resultiert ein immer noch positiver Handelsbilanzsaldo von 808 Mio. CHF, welcher jedoch deutlich weniger gross ist als in den Vormonaten. Mit Ausnahme der Uhrenindustrie verzeichneten im August 2011 sämtliche Branchen im Vergleich zum Vorjahresmonat rückläufige Exporte. Betrachtet man alle Monate des Jahres (Januar – August) verzeichnen auch die Metallindustrie sowie die Maschinen- und Elektronikindustrie positive Wachstumsraten. Bei den Zielländern fällt auf, dass die Exporte nach Deutschland deutlich zunahmen (+10.5%), während sich die Ausfuhren in die USA verringerten (−19.4%).
Europa: Handelsbilanzüberschuss des Euroraums Die Länder des Euroraums exportierten im Juli 2011 mehr Waren als sie importierten. Der Handelsbilanzüberschuss betrug 4.3 Mrd. Euro, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat aber einer Zunahme gegenüber dem Vormonat entspricht. Die Ausfuhren nahmen im Vergleich zum Vormonat um 2.0 Prozent und die Einfuhren um 1.9 Prozent zu. Die gesamte Europäische Union wies nach ersten Schätzungen im Juli 2011 ein Handelsbilanzdefizit von 8.0 Mrd. Euro auf. Die Ausfuhren nahmen im Vergleich zum Juni 2011 um 3.2 Prozent und die Einuhren um 1.4 Prozent zu. Das Defizit der EU27 nahm beim Handel mit Energie deutlich zu, während der Überschuss für Industrieerzeugnisse deutlich anstieg. Bezüglich des Handels der einzelnen Mitgliedstaaten erzielte Deutschland mit 78.5 Mrd. Euro den höchsten Überschuss.
Europa: Auftragseingänge der Industrie um 2.1% gefallen Im Euroraum nahm der Index der Auftragseingänge in der Industrie im Juli 2011 gegenüber dem Vormonat um 2.1 Prozent und in der EU27 um 0.8 Prozent ab. Wird die tendenziell unbeständigere Branche des schweren Fahrzeugbaus ausgenommen, so nahmen die Auftragseingänge in der Industrie im Euroraum um 1.4 Prozent und in der EU27 um 0.9 Prozent zu. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Index der Auftragseingänge im Euroraum um 8.4 Prozent und in der EU27 um 6.8 Prozent. Am stärksten stiegen die Auftrageingänge bei den Gebrauchsgütern (+5.1% im Euroraum und +1.3% in der EU27) und den grössten Rückgang zeigten die Investitionsgüter (−2.5% im Euroraum und −5.8% in der EU27).
USA: Inflation von 3.8 Prozent Der Konsumentenpreisindex aller städtischen US-Konsumenten (CPI-U) stieg im August um 0.4 Prozent. Im Jahresvergleich betrug die Teuerung aller Güter 3.8 Prozent. Der Preisanstieg war bei allen Gütern zu beobachten, wobei vor allem die Preise für Benzin, Nahrungsmittel, Wohnen und Bekleidung stetig ansteigen. Der Index aller Güter ohne Nahrungsmittel und Energie stieg im August um 0.2 Prozent, womit die jährliche Kerninflation erstmals seit November 2008 wieder auf 2.0 Prozent gestiegen ist.
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