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Kommentar zur Woche 34 |
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30.08.2011 |
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Schweiz: Erste provisorische Zahlen zur VGR 2010 Die Schweiz konnte sich im vergangenen Jahr von der Rezession des Jahres 2009 erholen und wies ein breit abgestütztes Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) aus: Das BIP zu Vorjahrespreisen wuchs um 2.7 Prozent (2009: -1.9%), dasjenige zu laufenden Preisen um 2.8 Prozent (2009: -1.7%). Entstehungsseitig wurde das Wachstum besonders von den Exportbranchen (vornehmlich der Industrie), der Maschinen- und Anlagegüterindustrie und der Baubranche befeuert. Die Exportbranchen profitierten von der im Vergleich zu 2009 günstigeren internationalen Wirtschaftslage, die Maschinen- und Anlagegüterindustrie vom starken Investitionsanstieg in der Schweiz und die Baubranche von den nach wie vor sehr tiefen Hypothekarzinsen. Verwendungsseitig war die inländische Endnachfrage der Wachstumsmotor. Dabei wuchsen sowohl die Konsumausgaben als auch die Bruttoinvestitionen stattlich (+1.6%, +1.5%, zu Preisen des Vorjahres). Auch die Exporte wuchsen mit 8.4 Prozent zu Preisen des Vorjahres stark, jedoch nahmen die Importe in einem ähnlichen Ausmass zu (+7.3%), so dass der Beitrag des Aussenhandels lediglich 1.3 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum beitrug. In der Verteilungsrechnung wächst das Bruttonationaleinkommen (BNE) mit 6.9 Prozent zu laufenden Preisen stärker als das BIP (2.8% zu laufenden Preisen). Dies ist auf ein gestiegenes Saldo der Primäreinkommen aus der übrigen Welt zurückzuführen. BAKBASEL rechnet für das laufende Jahr mit einem realen BIP-Wachstum von 2.2 Prozent.
Schweiz: Nach wie vor angespannte Lage im Aussenhandel Nach dem Juni zeigen die Exporte im Juli erneut ein negatives nominales Wachstum: Mit einem Niveau von 16.6 Milliarden Franken fielen sie im Vergleich zum Vorjahresmonat um -0.7 Prozent (real: +4.8%). Allerdings hatte der Juli dieses Jahr einen Arbeitstag weniger, so dass sich arbeitstagsbereinigt ein Plus von 3.3 Prozent ergibt (real: +9.2%). Im Vergleich zum Vormonat wuchsen die Exporte saisonbereinigt nominal um 1.6 Prozent (real: -3.0%). Mit einem Niveau von 13.8 Milliarden Franken setzten auch die Importe den negativen Trend vom Juni fort und schrumpften nominal im Vergleich zum Vorjahresmonat um -1.6 Prozent (real: +1.9%). Arbeitstagsbereinigt ergibt sich wie bei den Exporten ein Plus von 2.4 Prozent (real: +6.1%). Im Vergleich zum Vormonat schrumpften die Importe saisonbereinigt nominal um -1.9 Prozent (real: +0.1%). Die Exportgüterpreise verminderten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat ohne die Pharmasparte um 4.6 Prozent (real: +4.1%). Die Preise der Importgüter sanken ohne die Pharmasparte um 2.6 Prozent (real: +1.0%). BAKBASEL erwartet im laufenden Jahr ein Wachstum der nominalen Güterexporte um 4.7 Prozent, der nominalen Güterimporte um 7.9 Prozent.
Schweiz: Solide Baubranche 2010 Mit einem Niveau von 57 Milliarden Franken wuchsen die Bauausgaben im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr nominal um 4.5 Prozent (real: +4.0%). Die Bauinvestitionen (Bauausgaben ohne öffentliche Unterhaltsarbeiten) stiegen dabei nominal um 3.9 Prozent auf 52.1 Milliarden Franken, die öffentlichen Unterhaltsarbeiten um 11.3 Prozent auf 4.8 Milliarden Franken. Die Bauinvestitionen wurden insbesondere durch Investitionen in Neubauten befeuert, die um 6.1 Prozent auf 35 Milliarden gestiegen sind. Die Investitionen in Umbauten sanken im Vergleich zum Vorjahr gar um 0.4 Prozent auf 17.1 Milliarden. Während die öffentlichen Auftraggeber sowohl in Neu- als auch Umbauten investierten (+5.8%, +1.0%), nahmen bei den privaten Auftraggebern die Neubauinvestitionen um 6.2 Prozent zu, während die Umbauinvestitionen um 1.3 Prozent sanken. Die Hochbauinvestitionen (ohne öffentliche Unterhaltsarbeiten) wuchsen im Vergleich zum Vorjahr nominal um 5.5 Prozent auf 42.5 Milliarden Franken. Im Gegensatz dazu sanken die Tiefbauinvestitionen (ohne öffentliche Unterhaltsarbeiten) um 2.6 Prozent auf 9.7 Milliarden Franken. Unter Berücksichtigung der Bauvorhaben als vorlaufender Indikator kann 2011 mit einem Anstieg der Bauausgaben um 2.7 Prozent gerechnet werden (Prognose des Bundesamtes für Statistik).
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