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Kommentar zur Woche 6 |
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07.02.2011 |
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Schweiz: Robuster Aussenhandel 2010 Der schweizerische Aussenhandel hat sich im vergangenen Jahre 2010 trotz des starken Schweizer Franken gut gehalten. Im Vergleich zum Jahr 2009 wuchsen die Exporte gemäss der neusten Veröffentlichung der Eidgenössischen Zollverwaltung real um 7.4 Prozent, während die realen Importe um 8.4 Prozent zulegen konnten. Mit 193.3 Mrd. CHF respektive 173.7 Mrd. CHF erreichten weder die Ausfuhren noch die Einfuhren die Rekordstände des Jahres 2008, dennoch resultierte im Jahr 2010 ein Handelsbilanzüberschuss von 19.6 Mrd. CHF. Insbesondere zeichnete sich die dynamische Nachfrage aus Asien für dieses Ergebnis verantwortlich (+14.8%), wogegen die Exporte in die Europäische Union nur um 3.6 Prozent zunahmen. Als einziger Kontinent verzeichnet Afrika einen Nachfragerückgang nach Schweizer Gütern (-5.1%). Ein ähnliches Bild präsentiert sich bei den Gütereinfuhren. Mit der Ausnahme Afrikas (-4.5%) wurden aus allen Kontinenten mehr Güter in die Schweiz importiert.
Schweiz: Realer Umsatzanstieg im Detailhandel Gemäss des Bundesamtes für Statistik (BFS) sind die saisonbereinigten realen Detailhandelsumsätze im Dezember 2010 im Vergleich zum Vormonat um 0.3 Prozent gestiegen. Im November 2010 waren die Umsätze im Vormonatsvergleich noch um 2.4 Prozent gesunken. Gegenüber dem gleichen Monat im Vorjahr entspricht die Dezemberentwicklung einem Rückgang um 0.4 Prozent.
Eurozone: Steigende Inflation und Zinsentscheid Die Jahresinflationsrate im Euroraum lag im Januar 2011 nach ersten Schätzungen des Statistikamtes Eurostat bei 2.4 Prozent (Dezember 2010: 2.2%). Auch wenn es sich nur um eine Schätzung handelt, sind die Zahlen laut Eurostat sehr zuverlässig. Damit läge die Inflation in der Eurozone bereits zum zweiten Mal in Folge über der von der Europäischen Zentralbank (EZB) als Preisstabilität definierten und angepeilten 2 Prozent Marke. Dennoch hat sich die Europäische Zentralbank dazu entschlossen, die Leitzinsen unverändert zu lassen. Der Zinssatz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte liegt nunmehr seit Mai 2009 bei 1.0 Prozent.
Eurozone: Unveränderte Arbeitslosquote Wie Eurostat mitteilte, lag die saisonbereinigte Arbeitslosenrate der Eurozone im Dezember 2010 unverändert bei 10.0 Prozent. Dennoch konnte eine leichte Entspannung beobachtet werden. Insgesamt waren 15.775 Mio. Personen arbeitslos, was gegenüber November 2010 eine Abnahme um 73'000 Personen darstellt. Innerhalb der Währungsunion gibt es weiterhin ausgeprägte Unterschiede. Während Spanien mit einer Arbeitslosigkeit von 20.2 Prozent an der Spitze der Rangliste liegt, weisen die Niederlande ein Quote von nur 4.3 Prozent aus. Deutschland als grösstes Mitgliedsland verzeichnete laut Eurostat eine Arbeitslosenrate von 6.6 Prozent.
USA: Entspannung am Arbeitsmarkt Nach den neusten Angaben des Bureau of Labor Statistics (BLS) der Vereinigten Staaten hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt in den USA im Januar 2011 weiter entspannt. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote lag neu bei 9.0 Prozent (Dezember 2010: 9.4%). Insgesamt waren 13.9 Mio. Menschen ohne Arbeit, was im Vergleich zum Dezember 2010 einen Rückgang um 600'000 Personen darstellt. Trotz dieser erfreulichen Nachricht bleibt die Lage ernst, denn insgesamt wurden nach provisorischen Schätzungen im Januar 2011 nur 36'000 neue Stellen geschaffen. Nach wie vor existieren in den USA rund 7.7 Mio. Arbeitsplätze weniger, als noch zu Beginn des Jahres 2008 vor der Rezession. |
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