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Kommentar zur Woche 11 |
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19.03.2012 |
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Leichter Anstieg der Produzenten- und Importpreise im Februar Gemäss dem Bundesamt für Statistik (BFS) stieg der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise im Februar 2012 um 0.8 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 98.4 Punkten (Basis Dezember 2010 = 100). Verantwortlich dafür waren vor allem die höheren Preise für die vierteljährlich erhobenen chemischen und pharmazeutischen Produkte. Aber auch Erdöl- und Metallprodukte verzeichneten Preissteigerungen. Innert Jahresfrist sank das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 1.9 Prozent. Angesichts der anhaltenden Frankenstärke und der verhaltenen internationalen Konjunkturentwicklung erwartet BAKBASEL, dass das allgemeine Preisniveau im Jahresdurchschnitt 2012 um 0.2 Prozent zurückgehen wird.
Wachstum auf dem Schweizer Automarkt setzt sich fort Nachdem die Zahl der Inverkehrsetzungen neuer Strassenfahrzeuge bereits 2011 um rekordverdächtige 11.7 Prozent gewachsen war, blieb die Nachfrage nach Automobilen auch zu Jahresbeginn 2012 hoch. In den ersten beiden Monaten stiegen die Inverkehr- setzungen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 7.5 Prozent. Dies belegt die trotz der unsicheren Wirtschaftslage stabile Verfassung des schweizerischen Konsums. Für das Gesamtjahr 2012 rechnet BAKBASEL mit einer soliden Wachstumsrate des privaten Konsums von 1.2 Prozent (2011: +1.0%).
US-Detailhandel mit solidem Wachstum Der US-Detailhandel konnte im Februar positiv überraschen und legte nominal um 1.1 Prozent zu. Insbesondere die Bereiche Kleidung (+1.8%) und Fahrzeuge (+1.6%) überzeugten mit robusten Wachstumsraten, wobei der Textilienumsatz vom ungewöhnlich warmen Winterwetter profitierte. Allerdings ist einschränkend zu erwähnen, dass ein gewisser Teil des Detailhandelswachstum dem starken Anstieg der Tankstellenumsätze (+3.3%) zu verdanken ist, welcher hauptsächlich durch die anziehenden Ölpreisnotierungen verursacht wurde. Das Plus bei den Handelsumsätzen sowie die zuletzt positive Entwicklung auf dem US-Arbeitsmarkt lassen darauf hoffen, dass der private Konsum sich 2012 solide entwickelt und somit der Aufwärtstrend der USWirtschaft anhält. Voraussetzung für eine schwungvollere Entwicklung des privaten Konsums ist jedoch, dass zum einen die zuletzt schwache Nachfrage nach Dienstleistungen in den kommenden Monaten anzieht und zum anderen ein weiterer Anstieg des Ölpreises ausbleibt. Insgesamt erwartet BAKBASEL für das Gesamtjahr 2012 ein Wachstum des realen privaten Konsums von 2.0 Prozent (2011: +2.2%).
Steigende Ölpreise heizen den Preisanstieg in den USA an. Laut den neuesten Zahlen von Reuters sind die US-Verbraucherpreise im Februar im Vergleich zum Vormonat um 0.4 Prozent gestiegen. Damit beschleunigte sich die Teuerung in den USA, nachdem im Januar der Preisanstieg nur 0.2 Prozent betragen hatte. Hauptauslöser für den stärkeren Monatsanstieg im Februar war der Ölpreis, der im Zuge der angespannten Lage im Iran deutlich aufwertete. Dies führte dazu, dass die Spritpreise sich um ca. 20 Cent je Gallone erhöhten. Dem amerikanischen Arbeitsministerium zufolge lag die jährliche Inflationsrate im Februar jedoch weiter bei 2.9 Prozent.
Stimmung in Deutschland hellt sich weiter auf Nachdem der ZEW-Konjunkturindikator im November 2011 ein Drei-Jahres-Tief erreicht hatte, ist seitdem ein kontinuierlicher Aufwärtstrend zu beobachten. Im März stieg der Stimmungsindikator um weitere 16.9 Punkte und liegt mit 22.3 Punkten nur noch geringfügig unter dem historischen Durchschnitt. Der Anstieg der letzten Monate ist dabei vor allem den Fortschritten bei der Eindämmung der Eurokrise und der vergleichsweise robusten Entwicklung der deutschen Wirtschaft zu verdanken. Angesichts der verbesserten Stimmungslage geht BAKBASEL davon aus, dass die gegenwärtige Wachstumsschwäche temporärer Natur ist. Bereits im zweiten Quartal ist mit einer Beschleunigung der Konjunktur zu rechnen, so dass insgesamt das deutsche BIP-Wachstum im Jahr 2012 0.6 Prozent betragen dürfte.
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