Home
Services
News & Media
Free Forecasts
Products & Projects
Reports & Studies
Events
Competences
Forecasts
Benchmarking
Location Factor Analysis:
• Accessibility
• Innovation
• Quality of Life
• Regulation
• Taxation
Industry Studies:
• Life Sciences
• Technology Sectors
• Financial Sector
• Retail Sector
• Tourism
Impact Studies
Regional Projects
Public Finance
Governance Projects
OPENCities Monitor
Consultancy
About Us
Who we are
Where we are
Jobs
Contact
Competences > Regional Projects > Regional Projects > International  
   
Kommentar zur Woche 10
12.03.2012
Winterhalbjahr besser als erwartet
Die Schweizer Wirtschaft hat das Winterhalbjahr 2011/2012 besser überstanden als
erwartet. Anstelle der leicht rezessiven Wirtschaftsentwicklung geht BAKBASEL für die
zurückliegenden Monate nunmehr von einer Stagnation aus. Auch die konjunkturelle
Entwicklung anderer wichtiger Handelspartner der Schweiz, wie den USA oder
Deutschland, scheinen von den negativen Effekten der Euro-Krise weniger tangiert
als bisher angenommen. Hinzu kommt, dass die Gefahr einer Eskalation der Euro-
Schuldenkrise durch die massiven Liquiditätshilfen der EZB und die Umsetzung des
aufgestockten europäischen Rettungsschirms deutlich reduziert wurde. Dies wirkt sich
nicht nur in einer Verminderung des konjunkturellen Gefahrenpotenzials aus, sondern
auch ganz direkt auf die aktuelle Konjunkturentwicklung. Die mit der Risikoverminderung
verbundenen Vertrauensgewinne stützen die private Konsum- und Investitionsbereitschaft.
Dies gilt zumindest in der kurzfristigen Perspektive. Mittelfristig bleibt zu hoffen, dass die
finanziellen Erleichterungen die Reformbereitschaft der im Zentrum der Euro-Krise stehenden
Staaten nicht zum Erliegen bringen.

Ausblick bleibt verhalten
Insgesamt bleibt das konjunkturelle Erholungspotenzial nach Einschätzungen von
BAKBASEL trotz der Entspannung verhalten. Die nach der Rezession des Jahres 2009
in vielen Ländern notwendig gewordenen Entschuldungsprozesse werden die globale
Wirtschaft noch längere Zeit belasten. Auch darf nicht übersehen werden, dass zahlreiche
Industrieländer, insbesondere in Europa, weiterhin mit grossen konjunkturellen Schwierig-
keiten zu kämpfen haben, obwohl sich die Aussichten für Kernländer wie Deutschland und
die USA aufgehellt haben. Hinzu kommen neue Belastungsfaktoren wie die zuletzt deutlich
gestiegenen Ölpreise, welche sich im Falle eines Kriegsausbruchs im Nahen Osten noch
erheblich beschleunigen könnten und ein grosses konjunkturelles Rückschlagspotenzial bergen.
Im Rahmen dieses fragilen Umfeldes wird sich das Schweizer Wirtschaftswachstum im
Gesamtjahr 2012 auf 0.7 Prozent abschwächen (2011: +1.9%). Der im Vergleich zur letzten
Prognose vom Dezember 2011 gleichwohl bessere Ausblick verdankt sich vor allem den
eingangs genannten Faktoren. Die grundlegende Einschätzung einer gegenüber dem Jahr 2011 verminderten Export- und Investitionsdynamik bleibt bestehen. Mit der nur langsam voran-
kommenden globalen Erholung bleibt das Schweizer Aufschwungspotenzial auch im Jahr 2013
begrenzt. Nach der Wachstumsdelle des Jahres 2012 rechnen wir mit einem in etwa der
Potenzialrate entsprechendem Wirtschaftswachstum von 1.7 Prozent.

Arbeitslosigkeit steigt bis Ende 2012 auf 3.4 Prozent
Der Schweizer Arbeitsmarkt zeigte sich bisher gegenüber den konjunkturellen Widrigkeiten
als relativ robust. Für die kommenden Monate lassen die vorausblickenden Indikatoren
zumindest auf eine stabile Beschäftigungsentwicklung schliessen. Hierzu trägt auch bei, dass
die Schweizer Unternehmen wieder verstärkt auf Arbeitsplatz schonende Kostensenkungs- massnahmen wie Kurzarbeit zurückgreifen um die wirtschaftliche Schwächephase zu
überbrücken. Grössere Entlassungen im Finanzsektor und in anderen im strukturellen Wandel
stehenden Branchen werden jedoch nicht vermieden werden können. Insgesamt erwartet
BAKBASEL bis zum Jahresende 2012 einen Anstieg der Schweizer Arbeitslosenquote auf
rund 3.4 Prozent (bereinigt um saisonale Effekte, Stand Januar 2012: 3.0%). Dieser Wert
dürfte angesichts des verhaltenen konjunkturellen Erholungspotenzials auch im Jahresdurch-
schnitt 2013 Bestand haben.
back

disclaimer email this print preview top of page

Regional Projects
Schweiz
International