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Kommentar zur Woche 6 |
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13.02.2012 |
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Schweiz: saisonbereinigte Arbeitslosenquote auf Vormonatsniveau Der Schweizer Arbeitsmarkt zeigte sich zum Jahresauftakt 2012 robust. Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), lag die Arbeitslosenquote bereinigt um saisonale Effekte unverändert bei 3.1 Prozent. Effektiv kam die Arbeitslosen- quote bei 3.4 Prozent zu liegen. Im Vorjahresvergleich bedeutete dies ein Rückgang von 14'467 Personen. Kantonal gesehen gibt es jedoch Unterschiede betreffend der Arbeitslosenquote. So befinden sich die Kantone Tessin, Wallis, Waadt, Neuenburg und Genf mit einer Quote von über oder gleich 5.0 Prozent an der Spitze des kantonalen Vergleichs. Am anderen Ende der Skala lagen die Zentralschweizer Kantone, mit Ausnahme von Luzern (2.4%) und Zug (2.2%), welche jeweils eine Arbeitslosenquote von unter 2 Prozent erzielten. In diese Kategorie fielen auch die Kantone Appenzell I. Rh. und Appenzell A. Rh. Bis zum Jahresende 2012 rechnete BAKBASEL angesichts der schwierigen aussenwirtschaft- lichen Rahmenbedingungen mit einem Anstieg der saisonbereinigten Arbeitslosenquote auf 3.6 Prozent. Allerdings zeigt die stabile Entwicklung vom Jahresauftakt, dass sich der Schweizer Arbeitsmarkt deutlich robuster erweisen könnte, als im Basisszenario unterstellt. Hiervon könnte vor allem die Konsumentenstimmung profitieren.
Leichte Erholung der Konsumentenstimmung Gemäss der Umfrage zur Konsumentenstimmung des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) hat sich die Konsumentenstimmung seit dem Oktober des Jahres 2011 bereits wieder leicht aufgehellt. Mit -19 Punkten (Oktober 2011: -24 Punkte) lag der Index zur Konsumentenstimmung aber weiterhin unter dem langjährigen Mittel. Vor allem die Teilindices "Erwartung zur Entwicklung der allgemeinen Wirtschaftslage in den kommenden zwölf Monaten" mit -29 Punkten (Oktober 2011: -38 Punkte) und "Einschätzung zur Entwicklung der persönlichen finanziellen Lage" mit + 1 Punkt trugen zu dem positiveren Gesamtergebnis bei. Angesichts der, trotz Verbesserungstendenzen, nach wie vor gedrückten Stimmung und hohen Unsicherheit wird sich die Nachfrage der privaten Haushalte in den kommenden Monaten nur schleppend entwickeln. Zusätzlich bleibt der Einkaufstourismus im um- liegenden Ausland weiterhin ein Problem für die inländischen Händler. Insgesamt rechnete BAKBASEL für den privaten Konsum im Jahr 2012 erneut mit einer rech verhaltenen Zunahme von 0.8 Prozent (2011: +0.9%).
Winterausverkauf drückt die Konsumentenpreise leicht Nach Angaben des Bundesamtes für Statistik (BFS) sind die Schweizer Konsumentenpreise im Januar 2012 im Vormonatsvergleich um 0.4 Prozent zurückgegangen. Ausschlaggebend war vor allem der Winterschlussverkauf. Gegenüber dem Januar 2011 resultierte ein Minus von 0.8 Prozent. Auch bei dem vom BFS berechnete Produzenten- und Importpreisindex zeigten sich im Vergleich zum Vormonat keine grossen Änderungen: sowohl der Gesamtindex "Produzenten- und Importpreisindex als auch die Untergruppen "Produzentenindex" und "Importpreisindex" blieben auf dem gleichen Niveau wie im Dezember 2011. Auf Konsumentenebene dürften sich die Preisrückgänge auch in den kommenden Monaten fortsetzen, da die internationale Wachstumsschwäche dämpfend auf die Energie- und Treibstoffpreise – den grössten Teuerungstreiber 2011 – wirken sollte. Hinzu kommt, dass die Auslastung der gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten zunehmend nachlässt. Des Weiteren sind aufgrund der im Dezember erfolgten Reduktion des hypothekarischen Referenzzinssatzes geringere Mietsteigerungen zu erwarten und angesichts der angespannten konjunkturellen Situation erscheint auch das Potenzial für Lohnerhöhungen begrenzt. Trotz der jüngsten Ausweitung der SNB-Bilanz im Zuge der Massnahmen zur Frankenschwächung erwartet BAKBASEL daher im Jahresdurchschnitt 2012 eine leicht negative Inflationsrate von -0.2 Prozent.
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