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Kommentar zur Woche 5 |
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06.02.2012 |
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Dezember: Minimaler Umsatzanstieg im schweizerischen Detailhandel Gemäss den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) sind die realen Detailhandelsumsätze im Dezember 2011 im Vorjahresvergleich um 0.6 Prozent gestiegen (nominal -2.9%). Saisonbereinigt gingen die realen Detailhandelsumsätze im Dezember 2011 gegenüber dem Vormonat um 2.9 Prozent zurück (nominal -3.4%). Dies spiegelte insgesamt die Situation des letzten Jahres wider. Im vergangenen Jahr prägten Themen wie der Einkaufstourismus, harte Preisverhandlungen mit Produzenten und Produkt-ausgliederungen sowie massive Preisabschläge über beinahe sämtliche Warensegmente das Geschehen im Schweizer Detailhandel. Die wertmässigen Umsätze gingen in diesem Umfeld um 1.7 Prozent zurück - der stärkste Rückgang seit 15 Jahren. Auch die Preisrückgänge nahmen Dimensionen an, welche in den letzten Dekaden nicht annährend erreicht wurden. Im Jahres-durchschnitt 2011 gingen die Preise um mehr als 2 Prozent zurück. Auch im laufenden Jahr sehen sich die Schweizer Detailhändler weiterhin mit einem schwierigen Umfeld konfrontiert. Die Unsicherheit hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung bleibt hoch. Rezessive Tendenzen verbunden mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit verschlechtern die Perspektiven. Dazu kommt die weiterhin bestehende Problematik des Einkaufstourismus beim gegenwärtigen Wechselkurs des Schweizer Frankens. Gesamthaft werden die Schweizer Detailhändler im 2012 weitere Einbussen in Kauf nehmen müssen. BAKBASEL geht von einem Rückgang der nominalen Umsätze um 0.4 Prozent aus. Die teuerungsbereinigten Umsätze werden wie im vergangenen Jahr nur leicht zulegen (+0.7%).
Saisonbereinigte Zunahme der Exporte im Dezember Wie die Eidgenössische Zollverwaltung letzte Woche mitteilte stagnierten die Exportwerte im Dezember auf einem Ausfuhrwert von 15.6 Mrd. CHF, was einem realen Rückgang von 1.6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auch bei den Importen wurde ein realer Rückgang von 4.8 Prozent (nominal: 5.3 %) verbucht. Betrachtet man diese Ergebnisse aber saison-bereinigt, so kann bei den Exporten ein plus von 9.2 Prozent (real: +6.9%) und bei den Einfuhren eine Zunahme von 3.0 Prozent (real: +3.5%) im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden. Im Jahresvergleich nahmen die Exporte 2011 somit um insgesamt 2.1 Prozent zu (real. +8.1%), wobei nach einem Abrutschen in die Minuszone im dritten Quartal, im vierten Quartal wieder positive Werte erreicht werden konnten. Dabei war die Entwicklung der Exporte nach Branchen dreiteilig: Vorneweg lag die Uhrenindustrie mit einem Plus von 19.3 Prozent auf dem ersten Platz bezüglich der Exportentwicklung. Darauf folgten die Branchen "Metallindustrie", "Maschinen und Elektroindustrie" und "Nahrungs- und Genussmittel" mit einer leichten Zunahme von 0.6 bis 2.2 Prozent. Die restlichen Branchen verzeichneten allesamt eine Abnahme der Exporte im Bereich von -12.5 Prozent bis -1.7 Prozent. Auch für dieses Jahr sind die Aussichten nicht rosig: BAKBASEL rechnet mit einer Stagnation der Güterexporte und einer leichten Zunahme der Importe um 0.9 Prozent.
PMI in der Schweiz weiterhin unter der Wachstumsschwelle Wie von Procure.ch mitgeteilt, liegt der procure.ch Purchasing Managers' Index im Januar saisonbereinigt bei 47.3 Indexpunkten und somit unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Einzig die Subkomponente "Produktion" lag mit 51.8 Punkten im Wachstumsbereich. Somit muss in den kommenden Monaten mit einer weiterhin schwachen Dynamik der Industrieaktivitäten gerechnet werden. Dies stützt die BIP-Prognose von BAKBASEL, nach welcher die Schweizer Gesamtwirtschaft 2012 um 0.4 Prozent wachsen wird. Im verarbeitenden Gewerbe dürfte der Wertschöpfungszuwachs 0.2 Prozent betragen. |
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