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Kommentar zur Woche 3 |
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23.01.2012 |
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Schweizer Branchen unterschiedlich vom Abschwung betroffen Die Eurokrise und der starke Franken stellen die Schweizer Wirtschaft in den kommenden Monaten vor grosse Herausforderungen. Für das Gesamtjahr 2012 erwartet BAKBASEL weiterhin nur ein bescheidenes BIP-Wachstum von 0.4 Prozent, wobei im Winterhalbjahr 2011/12 sogar von einer leicht rezessiven Entwicklung auszugehen ist. Die Doppelbelastung durch die Eurokrise und den starken Franken bescherte vielen Branchen bereits eine schwierige zweite Jahreshälfte 2011. Auch im laufenden Jahr ist vorerst keine konjunkturelle Aufhellung in Sicht, weshalb in nahezu allen Branchen auf Jahresbasis eine nochmals verhaltenere Wirtschaftsentwicklung zu erwarten ist. Vor allem die Schweizer Banken stehen vor grossen Problemen: Zum einen belastet die angespannte Lage an den internationalen Finanzmärkten das Bankengeschäft, zum anderen begrenzt das gegenwärtig schwierige regula- torische Umfeld das Wachstumspotenzial der Branche. BAKBASEL rechnet daher im Gesamtjahr 2012 mit einem kräftigen Rückgang der realen Wertschöpfung von 2.3 Prozent. Zudem ist von einer deutlich schrumpfenden Beschäftigung im Bankgewerbe auszugehen, was sich bereits in den letzten Monaten in den zahlreichen Ankündigungen von Stellenkürzungen widergespiegelt hat. Auch die Investitionsgüterindustrie, der Tourismus und die chemisch-pharmazeutische Industrie haben mit Wachstumssorgen zu kämpfen, da in diesen exportorientierten Branchen der anhaltend hohe Franken in Verbindung mit der schwachen Nachfrage aus der Eurozone auch 2012 für erheblichen Margendruck sorgen wird.
Uhrenindustrie und Bauwirtschaft vergleichsweise resistent In deutlich besserer Verfassung präsentieren sich die Uhrenindustrie und der Bausektor. Der Schweizer Bau profitiert dabei weiterhin von der regen Zuwanderung und den rekordtiefen Zinsen, weshalb der Sektor im laufenden Jahr ein wichtiges Zugpferd der Schweizer Wirtschaft bleibt. BAKBASEL rechnet mit einem schwungvollen realen Wachstum von 2.6 Prozent (2011: +2.7%). Übertroffen wird dies nur von der Uhrenindustrie, die dank der anhaltend hohen Nachfrage aus Asien im laufenden Jahr ein Wertschöpfungsplus von 3.3 Prozent erzielen dürfte. Damit ist die Branche abermals der Wachstumsleader der Schweiz, wenngleich sich die Expansionsdynamik im Vergleich zum Vorjahr (2011: +7.2%) deutlich reduzieren wird.
Zentralschweiz führt regionale Entwicklung 2012 an Aufgrund der schwierigen ökonomischen Rahmenbedingungen haben sich auch in allen Schweizer Regionen die Wachstumsperspektiven spürbar eingetrübt. Insbesondere in der Region Zürich/Aargau droht eine empfindliche Konjunkturdelle wegen der hohen regionalen Bedeutung des krisengeplagten Finanzsektors, weshalb für 2012 nur mit einer Stagnation der Wirtschaft der Grossregion Zürich/Aargau (-0.1%) zu rechnen ist. Wesentlich freundlicher sind hingegen die Aussichten für die Zentralschweiz, wo auch im laufenden Jahr positive Impulse von der über- durchschnittlichen Bevölkerungsdynamik und den Grossprojekten im Tourismusbereich zu erwarten sind. BAKBASEL prognostiziert ein reales Wirtschaftswachstum von 1.1 Prozent (2011: +2.4), womit die Zentralschweiz die wachstumsstärkste Region der Schweiz bleiben wird.
ZEW-Index im Aufwärtstrend Der ZEW-Konjunkturindex für Deutschland ist von Dezember 2011 auf Januar 2012 deutlich um 32.2 auf minus 21.6 Punkte gestiegen. Damit erreichte der Indikator den höchsten Wert seit Juli 2011, liegt aber immer noch unter dem historischen Mittelwert von plus 24.5 Punkten. Das aktuelle Niveau steht im Einklang mit der Prognose von BAKBASEL, wonach im Jahr 2012 ein bescheidenes Wachstum der deutschen Wirtschaft von 0.6 Prozent zu erwarten ist.
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