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Kommentar zur Woche 51/52
04.01.2012
BAK Taxation Index: Schweizer Kantone beweisen steuerliche Attraktivität
Die aktuellste Ausgabe des BAK Taxation Index zeigt auf, dass die untersuchten 17 Schweizer Kantone im internationalen Steuervergleich auch 2011, im Jahr drei nach Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise, hervorragend positioniert sind. Bei einer kombinierten Betrachtung der Besteuerung von Unternehmen zusammen mit der Steuerbelastung von hoch qualifizierten Arbeitskräften schält sich eine Spitzengruppe mit den Kantone Nidwalden, Obwalden, Schwyz und Zug heraus, welche im internationalen Vergleich nur von Hongkong unterboten wird. Im westeuropäischen Umfeld kann allenfalls noch Irland teilweise mithalten, wobei dort eine tiefe Belastung der Unternehmen von der höheren Belastung hoch qualifizierter Arbeitskräfte konterkariert wird. Selbst Kantone wie Zürich, Bern und Basel-Stadt, die im Schweizer Vergleich eine überdurchschnittliche Belastung aufweisen, sind international ausgesprochen wettbewerbsfähig aufgestellt. Die Schweizer Kantone konnten dabei ihre relative Position im internationalen Steuerwettbewerb im Verlauf der Finanzkrise tendenziell noch stärken.

Schweiz: leichter Anstieg der Exporte im November 2011
Wie die Eidgenössische Zollverwaltung mitteilte, stiegen die Exporte im November im Vergleich zum Vormonat (nominell: +1%, real: +3.8%) im Gegensatz zu den Importen (nominell: -6.7%, real: -3.4%) leicht auf 18.7 Mrd. CHF an. Der gesamte Import betrug im November 2011 noch 14.8 Mrd. CHF. Dabei wurde das Plus der Exportentwicklung vor allem durch die Uhrenindustrie (+16.0%), die Nahrungs- und Genussmittel Branche (+3.9%), die chemische Industrie (+2.7%) und durch die Branche "Präzisionsinstrumente" (+1.1%) erwirkt. Die restlichen Branchen budgetierten allesamt eine negative Exportentwicklung.
Hauptursache für den Rückgang der Importe, waren kräftig gesunkenen Einfuhren im Chemiebereich. Aufgrund der gegensätzlichen Entwicklung zwischen den Exporten und den Importen resultierte in der Handelsbilanz ein massiver Überschuss von 3.0 Mrd. CHF. Im Jahr 2012 dürfte die Exportdynamik jedoch deutlich nachlassen. BAKBASEL erwartet für das Jahr 2012 ein Rückgang der gesamten Dienstleistungs- und Güterexporte von 0.5 Prozent.

Schweiz: Anstieg der Baupreise
Gemäss dem vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechneten Baupreisindex sind die Baupreise zwischen April 2011 und Oktober 2011 gesamthaft erneut gestiegen (+0.6%). Die Zunahme war allerdings weniger ausgeprägt als im vorangegangenen Halbjahr (+1.5%). Der Anstieg ist insbesondere auf die stärkere Preiserhöhung im Tiefbau (+1.1%) und weniger auf jene im Hochbau (+0.5%) zurückzuführen. Diese Entwicklungen zeugen von der nach wie vor guten Konjunkturlage im Baugewerbe.
Innert Jahresfrist, von Oktober 2010 bis Oktober 2011, ist das Preisniveau im gesamten Baugewerbe um 2.1 Prozent angestiegen (Hochbau: +1.8%; Tiefbau: +3.2%). BAKBASEL rechnet für 2012 mit einem Anstieg der Baupreise von rund 2 Prozent.

Schweizer Ertragsbilanz: Überschuss von 27.2 Mrd. CHF im dritten Quartal
Im dritten Quartal 2011 konnte, wie die SNB mitteilte, bei der Schweizer Ertragsbilanz ein Überschuss von 27.2 Mrd. CHF bilanziert werden. Dies entspricht einem Zuwachs von 5.2 Mrd. CHF im Vergleich zum Vorjahresquartal. Massgebend für diese Erhöhung war ein Anstieg des Kapitaleinkommens von 14.2 Mrd. CHF auf 19.5 Mrd. CHF, welcher durch höhere Dividendeneinnahmen der Finanz- und Holdinggesellschaften aus Direktinvestitionen im Ausland zu Stande kam. Der Einnahmeüberschuss, welcher aus dem Aussenhandel resultierte war mit 15 Mrd. CHF etwa gleichwertig wie im Vorjahresquartal. Dabei nahmen die Exporte und Importe jeweils leicht ab. Der Kapitalverkehr war durch die Kapitalexporte der Nationalbank geprägt. Die Währungsreserven der SNB erhöhten sich im dritten Quartal um 71 Mrd. CHF.
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